Stemmschnur mit Wäldar-Walsar-Jodler

17.12.2008

  • Stemmeisen & Zündschnur vor
    ausverkauftem Haus im Walsertal.

Erste große Bewährungsprobe für die neue „wandelbar“ im frisch umgebauten Spielcasino Kleinwalsertal. Und das mit einer Kultband aus dem Heimattal des Casino-Chefs Gerhard Steurer. „Stemmeisen & Zündschnur“ aus dem Bregenzerwald gaben sich vor einem restlos ausverkauften Haus ein bemerkenswert fröhliches, aber auch ironisch kritisches Stelldichein.

Stemmeisen & Zündschnur vor ausverkauftem Haus im Walsertal.

Wer die Wälderband kennt, der weiß um deren stets lustiges, kritisches und ebenso ernstes Programm. Ihre siebte Produktion – deshalb heißt die neue CD auch schlicht „dia sibt“ – hält einige Überraschungen bereit. Ulrich Troy alias „Zündschnur“ und Hermann Stadelmann alias „Stemmeisen“ ließen es mit ihrer gesanglich und instrumental absolut überzeugendenden Band noch einmal so richtig krachen. Da wurden englische und amerikanische Coverversionen „eingewäldert“ und mit spitzer Zunge melodiös ins Ohr gestemmt. Oder es wurde ordentlich gezündelt, wenn so mancher Spaß ganz schön unter die Haut ging. So etwa bei „I bea´s wiedor, Margreth“, einem provokanten Seitensprung in das Leben eines Stalkers. Überhaupt hatte es das ganze Programm in sich. Auch ein „Wäldar und Walsar“-Jodler, der mit Walser Stimm-Unterstützung von Karl Keßler, Martin Riezler, Coletta und Nani Fritz den Spagat zwischen den Wälder-Walser-Grenzen spannte. Von der Jodelakrobatik über einfühlsam nachdenkliche Sequenzen bis hin zu Tradition und Moderne auf die Schippe nehmenden Stücke -  in Summe durfte man im Walsertal einen musikalischen Abend voller neuer Erfahrungen, gespickt mit allerlei altbekannten Ohrwürmern aus den unverkennbaren Sturm- und Drang-Zeiten der Wälder Kultband erleben.